Hallux Rigidus

Was ist ein Hallux rigidus?

Hallux Rigidus

Hallux Rigidus

Der Hallux rigidus ist eine abnutzungsbedingte Erkrankung des Grundgelenkes der Großzehe (Arthrose). Folge sind Bewegungseinschränkung und Schmerzen. Das Großzehengrundgelenk ist beim Laufen beim Abrollvorgang des Fußes einer besonders starken Druckbelastung ausgesetzt ist. Hier kommt es im Rahmen der Erkrankung zu einer besonders massiven Entwicklung von schmerzhaften Knochenwucherungen. Diese Wucherungen sind oft durch die Haut ertastbar und verursachen im Verlauf wiederholt auftretende schmerzhafte Entzündungen im Bereich des Großzehengrundgelenkes.

Symptome:

Durch den abnutzungsbedingten Verschleiß kommt es zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes. Das Abrollen ist schmerzhaft eingeschränkt, die Belastbarkeit bei längeren Gehstrecken ist erheblich herabgesetzt. Meist bleibt in der Anfangsphase der Erkrankung zunächst noch eine ausreichende Beugefähigkeit der Großzehe (sohlenwärts) erhalten, die jedoch erheblich wichtigere Streckfähigkeit (fußrückenwärts) für den Abrollvorgang verringert sich immer mehr, bis schließlich im schlimmsten Fall die Großzehe im Grundgelenk in einer Beugestellung einsteift. Durch eine Überstreckung im Endgelenk wird noch eine geringe Abrollfähigkeit erhalten.

Welche Behandlungsansätze gibt es zur Behandlung des Hallux rigidus?

Dem Problem des Hallux rigidus ist per konservativem Therapieansatz kaum beizukommen. Auch knorpelaufbauende Spritzen oder Tabletten führen selten zu einer Besserung. Daher wird beim Hallux rigidus meist zur Operation geraten. Hierbei wird zwischen drei Möglichkeiten unterschieden:

1. Cheilektomie: Hierbei wird der fußrückenseitige Knochenhöcker (rosendornartiger Sporn) am ersten Mittelfußköpfchen abgetragen und die Gelenkkanten geglättet. Zusätzlich werden Sehnenverklebungen beseitigt. Sollte danach keine ausreichende Streckung möglich sein, wird außerdem die Umstellung des Grundgliedes durchgeführt, damit ein gutes Abrollen ermöglicht ist.

2. Einsatz eines künstlichen Großzehengrundgelenkes: Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein biokompatibeles künstliches Gelenk eingesetzt werden. Dadurch wird eine gute Beweglichkeit mit guter Fußabwicklung kombiniert. Allerdings kann ein solches künstliches Gelenk auslockern, was Folgeoperationen nach sich zieht.

3. Operation nach Keller-Brandes: Dies ist ein gelenkentfernender Eingriff, mit Entfernung von 1/3-2/3 des Grundgliedes der Großzehe. Dieses Verfahren ist nur bei älteren Patienten anzuwenden, da es die Biomechanik außer Acht läßt.